|
Pressemitteilung
Neuer Kurier der UNESCO
UNESCO ändert Informationsstrategie: UNESCO-Kurier und Sources werden eingestellt – Neuer
„Kurier“ ab Mai 2002
Im Zuge ihrer Programm- und Strukturreform hat die UNESCO die Zeitschriften
„UNESCO-Kurier“ und „UNESCO Sources“ zum Jahresende 2001 eingestellt.
Ab Mai 2002 wird die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft,
Kultur und Kommunikation stattdessen ein neu konzipiertes kostenloses Magazin herausgeben,
das über die aktuelle Arbeit der UNESCO informiert. Dieser neue „Kurier“ erscheint halbjährlich
in den sechs UN-Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch, Chinesisch und Russisch.
An die Stelle der mit hohem Kostenaufwand erstellten monatlichen Printmedien (UNESCO-Kurier
und unesco sources) treten flexiblere Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit.
Ziel der neuen Informationsstrategie ist es, die Präsenz der UNESCO in der Öffentlichkeit zu
stärken und z. B. Jugendliche verstärkt anzusprechen.
Die Fortführung des UNESCO-Kuriers als Monatszeitschrift in
28 Sprachen würde der UNESCO Kosten in Höhe von rund 3 Millionen EURO pro Jahr
verursachen. Dieser Betrag steht trotz eines Appells von UNESCO-Generaldirektor
Koïchiro Matsuura an die Mitgliedstaaten leider nicht zur Verfügung.
Die Regierungen der Mitgliedstaaten haben aufgrund großer
eigener Haushaltsprobleme beschlossen, das Budget der UNESCO bis auf weiteres
auf dem Stand von 2001 einzufrieren, die Ausgaben für das UNESCO-Programm aber
nicht zu kürzen. Die UNESCO erhält zur Erfüllung ihrer weltweiten Aufgaben pro
Jahr Beiträge ihrer Mitgliedstaaten in der Höhe von rund 275 Millionen EURO.
UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura hat die Suche nach privatwirtschaftlichen
Kooperationspartnern zur fachlichen und finanziellen Beteiligung an UNESCO-Projekten
als eines der vordringlichen Ziele der nächsten Jahre erklärt.
Die UNESCO hat innerhalb der UN-Sonderorganisationen das
umfangreichste Programmspektrum. Die neuen Prioritäten der UNESCO-Programme
sind Alphabetisierung und Grundbildung, Erhaltung des Kulturerbes und der
Trinkwasservorräte, Verbreitung der neuen Kommunikationstechnologien,
Armutsbekämpfung sowie Förderung des internationalen Kulturdialoges.
Die letzte Doppelausgabe des UNESCO-Kuriers (11-12/2001) erscheint zu
den Themen „Akademische Freiheit in Gefahr“ und „Dialog zwischen den Kulturen,
ein Rückblick auf 42 Jahre UNESCO-Kurier“.
„Akademische Freiheit in Gefahr“ (Novemberteil)
Seit die ersten Universitäten vor über 800 Jahren entstanden sind, kämpfen
Intellektuelle für ihr Recht, Erkenntnisse ohne äußeren Zwang zu erwerben und
vorhandenes Wissen in Frage zu stellen. Das Privileg der akademischen Freiheit
steht heute wieder im Mittelpunkt vieler Diskussionen.
Akademische Rechte werden vielerorts verletzt, u.a. auch deshalb, weil die
Universitäten vor finanziellen Problemen stehen und private Geldmittel suchen müssen.
Solche Finanzierungen ermöglichen zwar kurzfristige Forschungsprojekte, doch
geschieht dies oft auf Kosten der Grundlagenforschung und der Humanwissenschaften.
Gleichzeitig behindern strengere Bestimmungen zum Schutz des geistigen Eigentums
den Wissenszugang, den die Revolution der Informatik doch eigentlich erleichtern müsste.
In anderen Weltregionen werden Intellektuelle im Namen religiöser oder ethnischer
Orthodoxien bedrängt. Viele Forscher sind inhaftiert oder sehen sich einer diffusen
Feindseligkeit der Bevölkerung oder der Bürokratie gegenüber, wie etwa jene
russischen Historiker, die Licht in die dunklen Jahre der Sowjetära bringen wollen.
Weitere Beiträge: Afghanische Frauen: Widerstand durch Bildung.
Fotos: Antoinette de Jong; Text: Chekeba Hachemi. Utopie Jerusalem.
Doppelporträt einer Stadt aus der Sicht zweier Prominenter: des jüdischen Schriftstellers
André Chouraqui und des arabischen Rektors der Al-Quds-Universität, Sari Nusseibeh.
UNESCO-Welterbe: Kirchen des Königreichs Asturien (Spanien), Berg Athos (Griechenland),
Gedenkstätte Auschwitz (Polen).
„Dialog zwischen den Kulturen“ (Dezemberheft)
Zwischen 1960 und 2001 wurden im UNESCO-Kurier über 10 000
Beiträge zu den Themen Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation
veröffentlicht. Das letzte Heft bietet einen kurzen und ausgewogenen Rückblick
auf dieses umfangreiche Schaffen. Thematische Klammer ist hierbei der
„Dialog zwischen den Kulturen“, der in den letzten Monaten zu einem
drängenden Anliegen geworden ist. Nach einem utopisch-programmatischen
Text des ersten UNESCO-Generaldirektors, Julian Huxley, empfangen wir
„Botschaften aus der Traumzeit“ über die Kunst der Ureinwohner Australiens,
um schliesslich einem der Glanzlichter der UNESCO-Arbeit, der Rettung der
ägyptischen Altertümer in Abu Simbel, beizuwohnen. Gleichzeitig lässt das
Heft mit rund einem Duzend weiteren Beiträgen das gleichnamige UNO-Jahr 2001
ausklingen.
Bezugsadresse
für ein kostenloses Presseexemplar:
Verlag Freemedia,
Holligenstr. 33, Postfach, CH-3000 Bern 21;
Telefon (+41) (0) 31 382 47 39; Fax (+41) (0) 31 382 51 54; E-Mail:
freemedia@freemedia.ch.
Internet: http://www.unesco.ch/unescokurier.
UNESCO aktuell (UA),
Pressedienste der Deutschen, Österreichischen und
Nationalen
Schweizerischen UNESCO-Kommission, Redaktion: Andreas Baaden,
Deutsche
UNESCO-Kommission, Telefon 0049 (0) 228 60497-11
Deutsche
UNESCO-Kommission, Colmantstraße 15, D - 53115 Bonn, Telefon
0049 (0) 228 60497-0
§
Fax 0049 (0) 228
60497-30
§
Internet: http://www.unesco.de
Österreichische
UNESCO-Kommission, Mentergasse 11, A - 1070 Wien, Telefon 0043 (1)
523 6421
§
Fax 0043 (1) 526
130120
§
Internet: http://www.unesco.at
Nationale
Schweizerische UNESCO-Kommission, Bundesgasse 32, CH - 3003
Bern,
Telefon 0041 (0) 31
3241067
§
Fax 0041 (0) 31
3241070
§
Internet: http://www.unesco.ch
Erscheint nach Bedarf. Bezug und Abdruck frei. Quellenangabe: UNESCO. Belegexemplar
erbeten.
|